
Die Digitalisierung verändert die Zahnmedizin grundlegend – und künstliche Intelligenz (KI) ist einer der zentralen Treiber dieser Entwicklung. Moderne Praxen stehen vor der Herausforderung, große Datenmengen aus Bildern, Scans und Diagnosen effizient und zuverlässig auszuwerten. Genau hier setzt Planmeca Romexis an – eine umfassende Dentalsoftware, die KI-gestützte Funktionen nutzt, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Diagnosen zu verbessern und Zeit für das Wesentliche freizusetzen: die Versorgung von Patient*innen.
Was ist Planmeca Romexis?
Planmeca Romexis ist eine All-in-one-Softwareplattform für moderne Zahnmedizin. Sie integriert alle klinischen Bilder – von 2D-Röntgenaufnahmen bis zu komplexen 3D-Daten – und vereint sie in einer einzigen Lösung. Damit können Zahnärzt*innen diagnostizieren, planen und behandeln, ohne zwischen verschiedenen Systemen wechseln zu müssen.
Ein besonderes Merkmal: Viele KI-Funktionen sind standardmäßig integriert. Diese Tools agieren wie ein „smarter Assistent“, der Routineaufgaben automatisiert und komplexe Auswertungen erleichtert, sodass Praxisteams weniger Zeit am Computer verbringen müssen.
KI-Funktionen in Planmeca Romexis – ein Überblick
1. Automatische Bildanalyse und Segmentierung
Ein zentrales KI-Feature von Romexis ist die automatische Erkennung und Segmentierung anatomischer Strukturen in DVT-Scans (3D-Volumenbilder). Die KI identifiziert zum Beispiel:
Diese Segmentierung spart enorm viel Zeit im Vergleich zur manuellen Auswertung. Zudem kann das Ergebnis als 3D-Modell (STL) exportiert werden — ideal für die Weiterverarbeitung oder den 3D-Druck.
2. Automatische Identifikation der Unterkiefernerven
Die präzise Lage der Unterkiefernerven (Nervus mandibularis) ist besonders wichtig bei Implantationen oder chirurgischen Eingriffen. Die KI-gestützte Erkennung vereinfacht die Planung und erhöht die Sicherheit.
3. Zahnerkennung bei intraoraler Bildverarbeitung
Romexis erkennt die Zähne in intraoralen Bildern und rotiert diese automatisch in die richtige Position – ein großer Vorteil und eine Zeitersparnis bei der Dokumentation. Auch Studienvorlagen werden automatisch befüllt.
4. Implantat- und Behandlungsplanung
Die Software nutzt KI, um DVT-Daten mit intraoralen Scans zu verschmelzen und virtuelle Planungsmodelle zu erstellen. Das unterstützt insbesondere:
So können Behandler*innen aufgrund genauer anatomischer Modelle ihre Entscheidungen fundierter treffen.
5. Automatische kephalometrische Analyse
In der Kieferorthopädie ist die Vermessung des Schädels essenziell. Die KI erkennt anatomische Landmarken automatisch – was den Zeitaufwand für solche Analysen drastisch reduziert.
6. Optionale Integration externer KI-Diagnose-Services
Romexis hat offene Schnittstellen, über die auch andere, diagnostische KI-Systeme angebunden werden können. Ein Beispiel dafür ist „Second Opinion“ (ein US-amerikanischer Anbieter). Solche Systeme bieten eine KI-basierte diagnostische Auswertung von Röntgenbildern, identifizieren subtile pathologische Anzeichen und helfen so, die Diagnosen weiter zu verbessern — ideal für Gespräche mit Patient*innen und für mehr Diagnosesicherheit.
7. Visuelle Simulationen für die Kommunikation mit Patient*innen
Für den Bereich Kieferorthopädie bietet das Romexis-Modul „Ortho Simulator“ die Möglichkeit, ein Behandlungsergebnis vorab zu simulieren. Die KI ermittelt dazu anhand eines 3D-Scans eine mögliche neue Zahnanordnung. Das verbessert das Verständnis und die Akzeptanz von Therapievorschlägen.
8. Datensicherheit und Dokumentation
Die Romexis-KI läuft auf den Rechnern der Praxis. Die Daten verlassen die Praxis nicht. Für die Anbindung externer, Cloud-basierter KI-Dienste (wie z. B. „Second Opinion“) gibt es die Möglichkeit der Pseudonymisierung der Daten.
Romexis erfüllt die Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an Systeme der kritischen Infrastruktur und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Funktionssicherheit der Praxis.
KI als zahnärztlicher Assistenzpartner
Planmeca Romexis zeigt, wie KI in der zahnmedizinischen Routinearbeit bereits heute funktionieren kann: nicht als Ersatz menschlicher Expertise, sondern als intelligenter Assistent, der Zahnärzt*innen unterstützt, Routineaufgaben automatisiert und die tägliche Praxis effizienter macht. Die klinische Beurteilung durch Fachpersonal bleibt selbstverständlich unverzichtbar – doch mit KI-Werkzeugen wie Romexis wird diese Arbeit präziser, schneller und patientenfreundlicher.
Mehr Informationen zu Planmeca Romexis finden Sie unter: https://www.plandent.de/themen/thema-planmeca/planmeca-romexis-software.html
Text/Bild: Planmeca