26.05.2026

Mit den passenden Bausteinen zur Wunschpraxis

Interview: Individuell, transparent, partnerschaftlich – Kosima Bühring über ihre Arbeit als Plandent-Praxisplanerin

Ob 1.000 qm große MKG-chirurgische Praxisklinik oder kleine, feine Landpraxis: Die Anforderungen an eine optimale Praxis sind so unterschiedlich wie ihre Betreibenden. Von der Modernisierung einer Bestandspraxis bis zum Neubauprojekt: Plandent bietet professionelle Praxisplanung für jedes Budget – damit die eigene Traumpraxis zur Realität wird. Wie läuft eine professionelle Praxisplanung eigentlich ab und welche Schritte umfasst ein Planungsauftrag? Kosima Bühring gibt Einblicke in ihre Arbeit als Praxisplanerin bei Plandent in Berlin.

Frau Bühring, was macht Ihre Arbeit als Praxisplanerin so besonders?

Kein Projekt ist wie das andere – das macht die Arbeit spannend. Unsere Kund*innen haben sehr unterschiedliche Wünsche. Ich lerne jedes Mal neue Persönlichkeiten kennen und darf mit ihnen ihre Wunschpraxis realisieren. Das ist eine schöne und herausfordernde Aufgabe.

Außerdem ist Praxisplanung immer eine Teamleistung: Eine Praxis entsteht im Team – es sind ganz viele Köpfe und Hände beteiligt, zum Beispiel unsere Plandent Techniker*innen und Projektbetreuer*innen. Diese Zusammenarbeit schätze ich sehr.

Wie kommt die Zusammenarbeit mit Ihren Kund*innen denn zustande?

Wenn eine Kundin oder ein Kunde bereits mit Plandent als Dentaldepot zusammenarbeitet, entsteht der Kontakt meist über die zuständige Fachberaterin oder den zuständigen Fachberater. Das ist häufig der erste Schritt, wenn es um Veränderung geht – zum Beispiel, wenn eine Praxismodernisierung oder ein Umzug in neue Räumlichkeiten ansteht. Unabhängig davon kann die Praxisplanung auch ohne bestehende Zusammenarbeit in einem unverbindlichen Beratungstermin angefragt werden. Gründer*innen lernen uns häufig über unsere Existenzgründungsseminare kennen. Wir begleiten sie auf Wunsch über ihren gesamten Weg in die Selbstständigkeit – von der Immobiliensuche bis zur Praxiseröffnung.

Worin genau bestehen Ihre Tätigkeiten als Planerin?

Im Kern sind wir für den Grundriss, die Installationsplanung sowie die Baubegleitung zuständig.

Der Grundriss bildet die Basis für das passgenaue Funktionieren der Praxis, etwa was die Anzahl der Behandler*innen oder die Rolle der Prophylaxe betrifft. Bei der Anordnung und Einrichtung der Räume berücksichtigen wir immer ergonomische Aspekte und die realen Arbeitsläufe in der Praxis – damit sie den praxiseigenen Workflow optimal unterstützen. Daher beginnen Projekte immer mit intensiven Gesprächen, um die Bedürfnisse der Kundin oder des Kunden zu ermitteln. Wir bleiben das gesamte Projekt über in engem Austausch, um flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können – eine dynamische, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir sind Ansprechpartner*innen für alle praxisrelevanten Fragen und verstehen uns als ‚temporäre Praxisbetreuer*innen‘.

Ein ebenso wichtiger Baustein ist die kreative Konzeption: Wir entwickeln mit unseren Kund*innen ein innenarchitektonisches Konzept, das Funktion und Design perfekt vereint – für ein Look and Feel, das wirklich zur Praxis passt.

Ihre Kund*innen können also den Leistungsumfang der Praxisplanung aktiv mitbestimmen?

Ja, die Zusammenarbeit basiert auf modularen Bausteinen: Es wird ein Planungsvertrag vereinbart, der Planungsleistungen wie Grundriss- und Installationsplanung festhält. Außerdem wird die benötigte Einrichtung festgelegt: Dazu zählen Investitionsgüter wie Einheiten und Großgeräte, aber auch Möbelbau oder IT. Je nach Bedarf übernehmen unsere Plandent IT-Expert*innen auch die vollständige Praxisvernetzung mit sämtlicher Hard- und Software. Ein weiteres eigenständiges und wirkungsvolles Modul ist das Praxisdesign.

Die Auswahl von Möbeln und Geräten erfolgt stets gemeinsam. Mal ist eine komplett neue Praxiseinrichtung nötig, mal können Teile aus der Bestandspraxis – wie Möbelzeilen, Behandlungseinheiten oder Röntgengeräte – weitergenutzt werden. Eine Kundin ließ den Tresen ihrer alten Praxis aufarbeiten und wir haben ihn in die neue Praxis integriert und mit einem neuen Lichtkonzept stimmig in Szene gesetzt. Ein schönes Beispiel dafür, wie individuell Lösungen sein können.

Anmeldung Praxis Katja Piesker

Alter Tresen, neues Licht: ein stimmig integriertes Unikat

Die Praxisgestaltung kann also on top hinzugebucht werden?

Genau, die Interieur-Beratung ist optional und wird transparent nach Stundenaufwand abgerechnet. Das kann zum Beispiel die gemeinsame Auswahl von geeigneten Oberflächen und Bodenbelägen im Fachstudio oder die Ausarbeitung eines Farbkonzepts für die Praxis sein. Der Bedarf lässt sich individuell und flexibel abstimmen.

Manche Kund*innen, die sehr einrichtungsaffin sind, gestalten sehr viel selbst, um eine individuelle Praxisatmosphäre zu schaffen. Die meisten Kund*innen legen das Praxisdesign aber in unsere Hände. Oft bringen sie Beispiele für Designs und Stilrichtungen mit: In Magazinen und online haben sie sich bereits inspirieren lassen und legen zum Beispiel Sammlungen bei Pinterest an. Das gibt mir eine gute Vorstellung davon, was ihnen gefällt. Oder wir ermitteln den gewünschten Stil im gemeinsamen Gespräch. In allen Fällen erstelle ich aus diesem Input ein Moodboard, um die Ideen zu visualisieren und einen richtungsweisenden Stil auszumachen. Für viele Kund*innen sind solche Beispiele wichtig, damit sie sich besser vorstellen können, wie ihre Praxis mit bestimmten Farben, Formen und Materialien wirken wird.

Was trägt außerdem zum Gelingen eines Projekts bei?

Ein wichtiger Faktor sind unsere Partnerbetriebe: Plandent verfügt über ein deutschlandweites Partnernetzwerk, von dem unsere Kundschaft profitiert. So haben wir langjährige Partner für individuelle Möbelsysteme, die zum Beispiel Tresen, Einbauten und die komplette dentale Möblierung nach unseren Plänen fertigen. Für Beleuchtungstechnik haben wir ebenfalls verlässliche Experten in unserem Netzwerk. Das Lichtkonzept ist entscheidend für die Atmosphäre in der Praxis.

Flur und Garderobe Praxis Dres. Hilscher

Gemeinsam mit Partnern umgesetzt: Design, Möblierung und Licht aus einer Hand

Wann steigen Sie als Praxisplanerin in das Projekt ein?

Das hängt stark vom Projekt und den beauftragten Leistungen ab: Als ich einen Praxisumzug in einen Holzneubau betreut habe, war ich bereits zum Zeitpunkt des Grundstückskaufs involviert. Gemeinsam mit der beteiligten Architektin haben wir die Größe des Hauses und dessen Lage auf dem Grundstück diskutiert. Zusammen haben wir besprochen, welche Räume und Funktionen in welcher der geplanten Etagen untergebracht werden sollen. Auch als dann die Grundplatte gegossen wurde, war ich dabei: Schon zu diesem Zeitpunkt mussten die Auslassungen für die späteren Behandlungseinheiten bedacht werden. Als Praxisplaner*in kommt es darauf an, mitzudenken und vorauszuschauen. Bei anderen Projekten komme ich hinzu, wenn es an die Grundrissplanung oder an die Modernisierung geht.

Und wann endet für Sie als Planerin ein solches Projekt?

In der finalen Phase, etwa beim Umzug von der alten in die bezugsfertige neue Praxis, sind unsere Plandent Techniker*innen für etwa zwei Wochen stark eingebunden. Als Planerin bin ich zu diesem Zeitpunkt schon weitgehend aus dem Projekt herausgelöst. Es folgen Feinheiten wie das Praxisshooting und die Beschaffung von Kleingeräten – die für mich arbeitsintensivste Zeit ist dann vorbei.

Für die Fachberaterin oder den Fachberater beginnt rund um die Eröffnung eine neue intensive Phase: Materialbestellungen, Einweisungen und Schulungen stehen dann an – also alles, um den Praxisbetrieb zu starten. Die enge Abstimmung besteht oft noch wochenlang nach Abschluss des eigentlichen Projekts, bis sich die Abläufe eingespielt haben.

Aus Ihrer Sicht: Warum ist eine professionelle Praxisplanung sinnvoll?

Ich halte eine professionelle Praxisplanung nicht nur für sinnvoll, sondern für essenziell. Zahnmediziner*innen sind Fachleute auf ihrem Gebiet – aber für spezifische technische und sicherheitsrelevante Themen haben wir die Expertise: Von Hygiene- und Strahlenschutzvorgaben über das realistische Einschätzen des Platzbedarfs oder die Wahl der Kompressoren für den Praxisbetrieb bis hin zum RKI-konformen Einrichten des Aufbereitungsraums – dafür braucht es Profis. Sämtliche Vorgaben für Praxen steigen, Praxisbegehungen nehmen zu. Und: Praxisausfall bedeutet Stillstand. Diesen wirtschaftlichen Schaden gilt es natürlich zu vermeiden. Um in allen Punkten immer auf der sicheren Seite zu sein, braucht es die Unterstützung von Spezialist*innen.

Außerdem ist die Phase, in der man eine neue Praxis aufbaut, schon sehr intensiv – oft parallel zum laufenden Praxisbetrieb. Je mehr Arbeit man abgeben kann, desto besser kann man sich weiter auf sein Kerngeschäft konzentrieren, während parallel die neue Praxis entsteht.

Als Praxisplaner*innen weisen wir ja nicht nur den Weg durch den fachlichen Dschungel der Wahlmöglichkeiten, sondern leisten oft auch mentalen Beistand, damit unsere Kund*innen mit klarem Kopf ihre Entscheidungen treffen können. In jedem Fall bekommen alle den Gestaltungsfreiraum, den sie sich wünschen: Plandent rollt keine fertigen Konzepte von der Stange aus, sondern berät und plant individuell.

Steri

Effizient geplant: Moderner Aufbereitungsraum mit klarer Struktur und optimalen Arbeitsabläufen

Abschließend: Was beeindruckt Sie an Projekten besonders?

Es ist immer die Zusammenarbeit mit den Kund*innen: Ich mag es, wenn sie eigene Ideen einbringen, klare Vorstellungen haben und entscheidungsfreudig sind. Wenn eine Praxis mehrere Betreibende hat, schätze ich es umso mehr, wenn sie sich gut abstimmen können. Außerdem bewundere ich es, wenn sie am Ball bleiben, an ihren Träumen festhalten und ihre Vorhaben umsetzen, auch wenn sich unterwegs mal Hürden auftun.

Dann genieße ich den Moment, wenn ich das fertige Endergebnis sehe. Es macht mich stolz zu sehen, wenn ein Projekt, das vorher nur auf dem Papier existierte, zum Leben erweckt wurde und die Kund*innen glücklich sind.

Vielen Dank für das Gespräch!

Bilder: Plandent/Walter Plagge/Gandalf Hammerbacher/n‘Rico Kreim Fotografie

Text: Maria Reitzki